Erfahrungsbericht mit Books on Demand

Buch veröffentlichen

 

Bücher sind wie Babys: Sie wachsen im Verborgenen, aber irgendwann wollen sie raus…

Bei mir war es Ende der 80er Jahre soweit: Ich hatte die Idee, ein humoristisches Gartenlexikon zu schreiben, damals noch auf einem Commodore C128 mit grünleuchtendem Monitor. Voller Enthusiasmus schickte ich Auszüge daraus an 50 Verlage, nur um auf höfliches Desinteresse zu stoßen (sofern ein Verlag sich überhaupt um Antwort bemühte). Fast zwei Jahrzehnte lag das dreiviertelfertige Buch dann brach. Ich transferierte die Daten auf meinen Atari, dann auf meinen ersten PC, auf meinen zweiten PC, usw. usw. Im Jahre 2008 las ich im Stern einen Artikel über BoD und das Print-on-demand-Verfahren.

Ich war sofort begeistert. Bei diesem Verfahren wird nicht wie bei der klassischen Buchproduktion eine ganze Auflage gedruckt, sondern jedes einzelne Buch wird auf Bestellung produziert. Ich war so begeistert, daß ich mich gleich dranmachte, ein Sachbuch zu schreiben, um es auf diesem Wege zu veröffentlichen. Erst nach einigen Tagen kam mir in den Sinn, daß ich ja noch mein Gartenlexikon in petto hatte. Ich holte es von der Festplatte, staubte es ab und machte mich an die Überarbeitung. Das war im Februar 2008. Leider hatte ich gewisse Aspekte des Print-on-demand-Verfahrens unterschätzt…

Bei einer klassischen Buchproduktion liefert der Autor beim Verlag sein Manuskript ab. Dann passiert recht viel: Ein Lektor prüft das Manuskript und gibt dem Autor auf, hier und da und dort umzuschreiben. Ein Korrektor prüft auf Rechtschreibfehler und korrigiert. Die Leute vom Layout wählen ein Buchformat, sie wählen eine Schriftart und setzen das Buch. Dann geht es in den Druck.

Bei einer Print-on-demand-Produktion werden Autor, Lektor, Korrektor und Layouter in einer Person zusammengefaßt: In meiner Person. Boing!!!!!!!!! Ich war für den Inhalt, für die Fehlerfreiheit und fürs Layout zuständig.

Fehlerfreiheit ist nicht ganz so schwer, ich bin es ja gewohnt, möglichst fehlerfreie Texte zu schreiben (was mir auch oft recht gut gelgingd ausßßer manschmahl ;-). Aber Layout?! Ich hab mich da so durchgewurschtelt und konnte das Buch im Mai 2008 rausbringen. Es hat sich dann auch gut verkauft, sogar ohne weitere Werbung. Durch den Erfolg angespornt, begann ich mit der Arbeit an einem zweiten Buch. Mittendrin bin ich auf das Autorenforum bei BoD gestoßen und konnte mich mit vielen Mitautoren austauschen.

Nochmal Boing!!!!!!!!! Da habe ich erst gemerkt, was ich alles falsch gemacht hatte. Ich war dann natürlich nicht mehr mit meinem Gartenbuch zufrieden und beschloß, die Schriftart zu ändern und das Buchlayout zu verbessern. Im März 2010 erschienen dann zeitgleich das überarbeitete Gartenlexikon und mein Heiteres Heimwerkerlexikon, die sich beide – dank einiger Werbemaßnahmen – recht gut verkauften. Ende 2010 bot sich die Möglichkeit, die Bücher auch als eBook auf den Markt zu bringen.

Wenn man einmal Blut geleckt hat… Im Jahre 2011 kam mein Heiteres Haushaltslexikon auf den Markt. Und nachdem ein Freund die Idee hatte, zu einer Weihnachtslesung aus einem Weihnachtsbuch von mir zu lesen, schrieb ich innerhalb weniger Wochen mein Heiteres kleines Weihnachtslexikon, das rechtzeitig zum Fest erschien und wie eine Bombe einschlug.

Inzwischen habe ich fast eintausend Bücher verkauft, ein Erfolg, den ich mir nie hätte träumen lassen, damals, als ich vor mehr als zwanzig Jahren mit dem Schreiben begann. Wer mehr über meine Bücher erfahren will, findet Informationen und Leseproben auf meiner Website www.nimmsmithumor.de

Und das sind meine Bücher:

Alles betonieren, grün anstreichen: Heiteres Gartenlexikon

ISBN: 978-3839138762

Spachteln, Abschleifen, Schwamm drüber: Heiteres Heimwerkerlexikon

ISBN: 978-3839152263

Kochen, Kinder, Katastrophen: Heiteres Haushaltslexikon

ISBN: 978-3-8423-7764-6

Alle Jahre wieder Schöne Bescherung: Heiteres kleines Weihnachtslexikon

ISBN: 978-3844801477

 

Viel Spaß damit!

Euer Torsten Buchheit

 

1 Comment

  1. Hallo Thorsten,

    ein schöner, humorvoller Artikel den du hier geschrieben hast. Und vor allem Respekt, dass du deine verstaubten Bücher nicht aufgegeben hast, sondern noch einen Weg gefunden hast dein Buch zu veröffentlichen und sogar noch weitere Teile herausgebracht hast 🙂

    Als Mutter und Ehefrau hast du mich übrigens auf das heitere Haushaltslexikon neugierig gemacht, dass ich mir demnächst zulegen werde 😉

    Viel Erfolg wünsche ich dir noch mit deinen weiteren Büchern, vielleicht gibt es ja demnächst was heikles zu Ostern?

    Liebe Grüße
    Lisa

    Reply

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