eBook direkt verkaufen oder über Vertriebspartner?

Buch veröffentlichen

Wer als Self Publisher ein eBook veröffentlichen will, muss Prioritäten setzen und eventuell einige der (zum Teil weniger kreativen) Aufgaben an die Profis abgeben. So ist beispielsweise nicht jeder Autor per se auch ein guter Korrekturleser und nicht jeder Autor ist zugleich ein begabter Grafikdesigner, der kurzerhand ein eindrückliches Buchcover aus dem Ärmel zaubern kann. Auch wenn es um den Vertrieb geht, stellt sich die Frage: Stellt man sein Werk lieber im Alleingang in den verschiedenen eBook Shops ein oder lässt man sich von einem Vertriebspartner unter die Arme greifen?

An vielversprechenden Angeboten von Dienstleistern, die Autoren anbieten, ihre Werke auf alle verfügbaren Plattformen einzustellen, mangelt es nicht. Es ist jedoch nicht nur eine Frage des Könnens, sondern auch eine des Wollens, ob man auf einen Distributor zurückgreifen will. Gründe dafür und dagegen gibt es so viele wie Pixel in einem eBook. Hier die wichtigsten:

Vorteile:

+ Tun, was man am besten kann: Wer die müßige Aufgabe des Vertriebs den Profis überlässt, kann sich schnell komplett auf den nächsten Step: das Marketing konzentrieren.

+ Unkompliziertheit: Alle Details zum eBook müssen nur auf einer einzigen Plattform eingetragen werden – der Distributor kümmert sich um den Rest.

+ Finanzieller Überblick: Die Zahlungen aller Plattformen laufen über den Distributor, was etwas mehr Übersicht über die Finanzen verschafft.

+ Reichweite: Dank einem Distributor erreicht man mehr potentielle Käufer. Gewisse Plattformen können im Alleingang nicht abgedeckt werden – und somit gehen einem ein paar potentielle Einnahmen durch die Lappen. Wer beispielsweise bei Thalia oder Weltbild einstellen will, kommt nicht um einen Distributor herum.

 

Nachteile:

– Kosten und Zahlungsfluss. Wer sich im Alleingang um die Distribution kümmert, muss keine Honorare an einen Mittelmann bezahlen. Zudem landen die Einnahmen schneller in der eigenen Tasche, da diese nicht zuerst noch über den Distributor abgerechnet werden.

– Informationsfluss: Die aktuellen Verkaufsstatistiken können schneller eingesehen werden, da auch diese Informationen nicht zuerst an den Distributor weitergegeben werden.

– Direkte Kontrolle: Wer keinen Distributor hat, ist sein eigener Herr und kann gegebenenfalls im Nu Beschreibungen und Verkaufspreise des eigenen Werks anpassen.

 

Doch was, wenn man sich für einen Distributor entschieden hat? Dann tauchen ganz neue Fragen auf. Das Angebot an Vertriebspartnern ist groß und als Self Publisher ist man schnell überwältigt von den vielen Unternehmen, die um die Gunst der Autoren buhlen. Die zwei wohl bekanntesten Dienstleister in diesem Bereich sind ePubli und Xinxii, es gibt jedoch unzählige weitere wie beispielsweise Neobooks, BoD, Tredition oder auch Bookrix. Ein ausführlicher Vergleich der verschiedenen eBook Distributoren finden Sie in meinem eBook “Praxishandbuch Selfpublishing”.

 

Worauf man bei der Auswahl achten sollte:

  • Kosten und Honorare: Was kostet die Dienstleistung und wie viel Geld fliesst Geld fliesst abzüglich des Publisher-Honorars aufs eigene Konto, wenn sich das Buch auf den verschiedenen Plattformen verkauft?
  • Vertragslaufzeit: Ist man vertraglich an den Distributor gebunden? Wie lange ist die Vertragslaufzeit?
  • Timings: In welchen Abständen werden Honorare ausbezahlt und wie oft wird über Verkaufsstatistiken informiert?
  • In welchen Formaten wird das eBook angeboten? Auf welchen eBook-Readern wird es lesbar sein?
  • Reichweite: Beliefert der Distributor die Plattformen, die für das eigene Projekt geeignet sind?
  • Selektionsmöglichkeit: Können die E-Book-Shops individuell ausgesucht werden? Darf man das Werk weiterhin in einzelnen Shops in Eigenregie hochladen? Diese Frage stellt sich vor allem beim Riesen Amazon, wo das Einstellen ein Kinderspiel ist – und man entsprechend nicht unbedingt gewillt ist, dem Distributor eine Provision für die Verkäufe zu bezahlen.

 

Fakt ist: Wer einen Distributor an Bord holen möchte, der sollte etwas Zeit in die gründliche Recherche stecken. Je nach eigener Vertriebsstrategie ist der eine oder andere optimaler für das eigene eBook. Bei so vielen Anbietern hat man die Qual der Wahl – aber es lohnt sich, von Anfang an in den richtigen Partner zu investieren.

 

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PS: Ich biete ebenfalls persönliche Beratung für Autoren an, begleite Sie persönlich während Ihres Veröffentlichungsprozesses und kann Ihnen auch bei Fragen zu Distributoren weiterhelfen. Sie können eine Consulting-Servicecard kaufen und sich per Telefon oder Skype nach eigenem Bedarf beraten lassen. Das Zeitguthaben kann beliebig aufgeteilt werden. Egal, ob Sie Beratung über Ihre Vertriebsstrategie, die Auswahl eines eBook-Portals, die Formatwahl generell oder Support beim Upload auf den Portalen brauchen: Sie können sich gerne an mich wenden. Ebenfalls gebe ich gerne Empfehlungen für Lektoren, Coverdesigner, Marketingexperten – je nachdem was Sie benötigen.

Buch 3 Hardcover

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