eBook Cover – Grösse, Format und Gestaltung

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Bei eBooks gilt: Nicht nur die inneren, sondern auch die äusseren Werte zählen. Die Titelseite eines eBooks – das Cover – ist ein wichtiger Aspekt, wenn man einem potentiellen Käufer ein digitales Buch schmackhaft machen will. Doch auf was muss man bei der Erstellung des Covers achten? Welche Regeln muss man bezüglich des Covers einhalten, um das richtige Format zu haben und auch die Verkaufschancen seines Werks zu erhöhen? In diesem Artikel erfahren Sie, wo Sie das Cover designen lassen können, welche optimale eBook Cover Grösse für die Anbieter gilt und worauf Sie noch achten müssen beim eBook Cover Design.

Wenn ein potentieller Käufer neues Lesematerial sucht, dann springen ihm als erstes 2 Dinge ins Auge: Der Titel des eBooks sowie das Coverbild. Meist entscheidet der Leser innerhalb von wenigen Sekunden, ob es sich lohnt, einen genaueren Blick auf ein eBook zu werfen. Wenn der Titel und das Coverbild die Person nicht ansprechen, dann wird das eBook meist unbeachtet im digitalen Bücherregal links liegen gelassen – egal wie gut der eigentliche Inhalt des Werks ist.

 

1. Das eBook-Cover selbst erstellen oder das Designen den Profis überlassen?

Die Vorteile, sein eBook-Cover selbst zu erstellen, liegen auf der Hand: Das Ganze ist kostenlos, man muss kein Geld für einen professionellen Designer ausgeben und kann seine eigenen Ideen umsetzen. Doch nur selten reichen ein gutes Foto und eine passende Schrift aus, um ein eindrucksvolles Cover zu erstellen. Wer seine eigene Titelseite gestalten will, muss etwas Gespür für Design haben – und nicht jeder Autor ist zugleich ein begabter Grafikdesigner, der kurzerhand ein eindrückliches Buchcover aus dem Ärmel zaubern kann. Wer diese kreative Aufgabe unbedingt trotzdem selbst übernehmen möchte, kann sich gegebenenfalls den Cover-Gestalter von Amazon KDP zu Hilfe nehmen oder eine Buchcover-Software wie beispielsweise Bookcover Pro downloaden. Beide Varianten eignen sich jedoch nur bedingt, denn wenn man schlicht kein geschicktes Händchen für die Gestaltung hat, dann kommt man auch mit einer solchen Software nicht weit.

Wer gar kein gestalterisches Talent hat, sollte erwägen etwas Geld in die Hand zu nehmen und professionelle Hilfe an Bord zu holen – schliesslich gibt es keine zweite Chance, einen ersten Eindruck zu machen. Je nach Budget gibt es hier mehrere Optionen. Zum einen kann man im Internet (beispielsweise bei GoOnWrite, Spittyfish Designs  oder Klaus Design) nach vorgefertigten eBook-Covern – sogenannten Pre-made-Covern – stöbern, die jeweils mit den eigenen Buchdaten (Buchtitel, Autorenname, Untertitel) befüllt werden. Falls man diese Schiene fahren möchte, ist es wichtig dass man sicherstellt, dass das Design auch wirklich zum Buch passt und dass die Rechte des Designs exklusiv sind – schliesslich sollte das Cover ein Unikat sein und das selbe Design sollte nicht auf einem anderen eBook landen. Für ein vorgefertigtes Cover muss man mit Kosten von mindestens 50 Euro rechnen.

Zum andern kann man auch ein individuelles Cover von einem erfahrenen Grafikdesigner erstellen lassen. Die Kosten dafür variieren je nach Designer und Aufwand. Der Stil des Designers den man engagiert, sollte unbedingt zum Projekt passen. Am besten schaut man sich im Voraus bisherige Arbeitsproben an und findet in einem persönlichen Gespräch heraus, ob man sich eine Zusammenarbeit vorstellen kann. Wichtig ist zudem, dass man dem Designer ein gutes Briefing gibt und sicherstellt, dass er sowohl mit den gestalterischen sowie technischen Anforderungen eines eBook-Covers vertraut ist. BookDesigns ist hier eine gute Anlaufstelle.

Eine weitere Möglichkeit ist es, das Cover auf einer Plattform wie beispielsweise 99Designs oder Designenlassen.de auszuschreiben und so gleich von mehreren Grafikern Gestaltungsvorschläge zu bekommen. Diese Variante ist jedoch etwas kostspieliger – pro Ausschreibung muss man mit Ausgaben von ca 250 Euro rechnen. Je mehr Geld man in den Designwettbewerb investiert, desto mehr Designer reichen ihre Ideen ein. Die Grafiker haben jeweils 7-10 Tage Zeit, einen Covervorschlag zu machen. In diesem Zeitraum kann man ihnen Feedback zu ihren Vorschlägen geben und sie können diese entsprechend verbessern und anpassen. Am Ende der Ausschreibung wählt man unter allen Einsendungen das beste Cover aus und der jeweilige Designer erhält das Preisgeld. Auch hier gilt: Ein gutes Briefing ist die halbe Miete.

 

2. Was sind die Anforderungen an eine gute eBook Cover Gestaltung?

Wichtige Bestandteile des Covers sind der Titel des eBooks sowie der Name des Autors. Weitere Angaben wie beispielsweise das Genre oder sonstige Informationen zum Werk sind nicht unbedingt notwendig, können aber helfen, Missverständnisse zu vermeiden. Ein Beispiel dafür sind Kurzgeschichten – hier lohnt es sich in der Regel, eine zusätzliche Angabe zu machen, damit der Käufer weiss, dass es sich nicht um einen normalen Roman handelt.

Das Cover sollte auf den Inhalt des Buches eingehen, ohne zu viel der Story preiszugeben.

Der Stil des Covers sollte mit dem Genre übereinstimmen – der Käufer sollte bestenfalls auf den ersten Blick erkennen, ob es sich beispielsweise um einen Science Fiction Roman oder um ein Sachbuch handelt. Die verschiedenen Genres haben jeweils ihre ganz eigene visuelle Sprache.

Das Cover muss auch in einem kleinen Format einen guten Eindruck machen. In eBook-Läden werden die Titelseiten oft nur als kleine Vorschaubilder angezeigt – das Cover muss also nicht nur im Großformat, sondern auch im Kleinformat ansprechen und lesbar sein. Auch sollte die schwarz/weiss Variante des Covers einen professionellen Eindruck machen.

Oft wirkt ein simpel gehaltenes Design besser, als ein überkompliziertes Cover. Auf zu viel Text, viele verschiedene Schriftgrössen und –arten, mehr als 3 Farben oder 3D-Designs sollte aus diesem Grund verzichtet werden.

 

3. Welches ist die optimale eBook Cover Grösse und eBook Cover Format?

Leider gibt es keine universell gültigen Regeln bezüglich den technischen Anforderungen – diese unterscheiden sich von Verkaufsplattform zu Verkaufsplattform. Das Cover darf weder zu klein sein, denn das würde zu einem verpixelten Bild führen, noch darf es zu gross sein, denn dies würde Auswirkungen auf die Grösse des eBooks haben. Grundsätzlich gilt: Am besten eignen sich JPEG-Dateien im RGB-Farbraum mit einer Auflösung von 72 dpi mit einer Dateigröße von maximal 2 MB. Doch die Ausnahme bestätigt die Regel und entsprechend sollte die finale Grösse jeweils je nach Anbieter angepasst werden.

 

Hier die wichtigsten Angaben als Übersicht:

Für eBooks auf der eigenen Webseite: Idealerweise 1563 x 2500px.

Amazon Kindle: Idealerweise 1563 x 2500px. Mindestgrösse: 625 x 1000px. Seitenverhältnis: 16:10. Es empfiehlt sich, die grosse Datei nur im Amazon KDP zu verwenden und für das eBook selbst eine kleinere Coverdatei zu wählen. Ein zu grosses Cover erhöht die Grösse des eBooks, was wiederum Auswirkungen auf die Downloadzeit und die Datenübertragungsrate hat. Da Amazon eine Datenübertragungsgebühr eingeführt hat, würde ein übermässig grosses Cover somit zu weniger Gewinn für den Autor führen.

Google Books: 1618 x 2500px

Kobo: Idealerweise 1600 x 2400px / 900 DPI

Apple iBooks: Idealerweise 2048 x 1536px (entsprechend den iPad, iPad Air und iPad Mini Retina-Displays). Mindestgrösse 1867x1400px (Breite). Seitenverhältnis: 4:3

Beam: max. 280px

Barnes & Noble: Idealerweise 1333 x 2000px. Mindestgrösse: 1200-2000px (Höhe)

Smashwords: Idealerweise 1600 x 2400px, Mindestgrösse: 1400px (Breite).

Lulu: 612 x 792px

 

Fazit

Wer denkt, dass ein gut geschriebener Inhalt ausreicht, um ein eBook zu einem Verkaufsschlager zu machen, liegt leider falsch. Die Wichtigkeit eines guten eBook-Covers sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Ein solches kann den Verkaufserfolg eines eBooks massiv beeinflussen und entsprechend sollte man diesen Teil der eBook Erstellung nicht vernachlässigen.

Egal, ob man das Cover seines eBooks selbst gestaltet oder auf professionelle Hilfe zählt: Es gibt so einige Vorgaben, die man beachten sollte, um seinem eBook die besten Chancen auf dem Markt zu geben. Ein Cover erstellen zu wollen, welches jeden potentiellen Käufer anspricht, ist natürlich utopisch – doch wenn man sich an einige gestalterische und technische Regeln hält, kann man das Verkaufspotential seines Werks um einiges erhöhen.

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