Blogtour als Marketinginstrument

Buch vermarkten Buchmarketing

 

Im englischsprachigen Markt sind sie schon gang und gäbe, im deutschsprachigen Markt werden sie wohl in Zukunft auch öfters anzutreffen zu sein: Virtuelle Buchtourneen! Doch was sind diese sogenannten Blogtouren eigentlich und wie funktionieren sie?

Dass Blogs die Verkaufszahlen von selbstverlegten eBooks massgeblich beeinflussen können ist bekannt. Dementsprechend suchen Indie-Autoren stets neue Wege, wie sie Blogs in ihre Marketingmassnahmen einbinden und mit ihnen kooperieren können. Blogtouren haben sich dabei als sehr ergiebig erwiesen, da dank ihnen Buchbesprechungen auf Blogs nicht immer nur in Form von klassischen Rezensionen oder Interviews stattfinden müssen. Blogtouren sind zwar etwas aufwändiger in der Organisation, haben aber durchaus ihren Reiz, besonders weil dank ihnen ein Werk aus verschiedensten Perspektiven beleuchtet werden kann und ein vielfältiger, interessanter Überblick über Buch und Autor entsteht.

Die Idee der Blogtouren stammt ursprünglich vom amerikanischen Kleinverleger Ben Brown. Das Konzept dahinter ist simpel: Ein Autor ist mit seinem frisch veröffentlichten E-Book virtuell an mehreren, aufeinanderfolgenden Tagen bei verschiedenen Blogs zu Gast. Man kann sich das als Veranstaltung vorstellen, die zeit- und ortsunabhängig stattfindet und an dem die Besucher trotzdem (dank beispielsweise Kommentarfunktionen) aktiv teilnehmen können. Jeden Tag wird auf den verschiedenen teilnehmenden Blogs über das Buch berichtet, wobei dies in Form einer Rezension, eines Interviews, eines Gastbeitrags, einer Verlosung, einer Fragerunde etc. geschehen kann – die Möglichkeiten sind grenzenlos. So wird das Buch jeden Tag auf eine andere, spannende Art und Weise beleuchtet. Doch was ist der Anreiz für die Blogs an solchen Blogtouren teilzunehmen? Ganz einfach: Für sie bedeutet das nicht nur Content, die Blogs verlinken sich auch gegenseitig und lenken ihre Leser jeweils zum nächsten Schritt der Blogtour – und so erreichen sie neue Leser.

Dank der guten Blogabdeckung erreicht der Autor ein grosses Publikum – wenn er dann noch Social Media Kanäle wie Twitter und Facebook ins Spiel bringt, erreicht er noch mehr Publicity, hat dank den verschiedenen Blogaktivitäten viel Inhalt zu berichten und bringt sein Buch so auf kreative Weise bestens ins Gespräch.

Die Organisation einer Blogtour bedarf einiges an Vorbereitung und Koordinierung. Blogs müssen angefragt werden, das Konzept muss erläutert werden, man muss sie für die Teilnahme begeistern können, gemeinsam Ideen konzipieren und diese dann auch ausführen. Es braucht also ein wenig Aufwand und Organisationstalent, um eine solche auf die Beine zu stellen. Im englischsprachigen Raum, wo Blogtouren sehr im Trend liegen, wurde diese Herausforderung bereits erkannt und es wurde auch gleich eine Geschäftsidee daraus entwickelt, denn es gibt dort erste Firmen, welche die Organisation von Blogtouren anbieten. Der deutschsprachige Raum hinkt noch etwas hinterher, hier steckt die ganze Sache noch in den Kinderschuhen, doch die virtuellen Buchtourneen setzen sich langsam aber sicher auch hier durch.

Wer auf dem neusten Stand bleiben will, sollte diesen Trend also aktiv verfolgen und wenn möglich die Chance auch gleich beim Schopf packen und etwas Zeit und Arbeit in die Organisation der eigenen Blogtour stecken.

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